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Neubau auf dem Kirchhof - Bautagebuch - die Einweihung am 29. April

Haus unterm Kirchturm, so heißt nun das neue Haus. Der Name wurde durch Abstimmung unter drei Vorschlägen mittels Einwurf von Geld ermittelt. Die Fundraising-Idee erbrachte über 900 €. Die Vorauswahl traf der Öffentlichkeitsausschuss der Kirchengemeinde. Knapp geschlagen wurde„Kirchhof“, weit abgeschlagen landete auf dem letzten Platz der Vorschlag „Oase“.

Ein Sprichwort sagt: „Am Fuße des Leuchtturms ist es am dunkelsten.“ Wir wollen hoffen, dass das nicht für den Kirchturm gilt, an dessen Fuß wir nun ja als Kirchengemeinde Lichtblicke schenken und Licht ausstrahlen wollen hinein in den Stadtteil. Zwar gibt es nicht übermäßig viel Platz, aber doch genug für die Gemeinde der kommenden Jahrzehnte. Platz für Gemeinschaft, für geistliche Erbauung, für Bildung und Austausch. Platz für all die, die unterm Kirchturm Heimat suchen. Auch wenn die Einfriedung mit Zaunelementen und Tor wieder eingerichtet wird, sollen doch der entstanden gepflasterte Platz und das Gebäude mit der schaufensterartigen Glasfront einladend und offen wirken und sein.

So freuen wir uns nun auf Begegnungen aller Art dort im Kirchhof, in dem Ensemble der alten und neuen Gebäude, im Bewusstsein der Tradition und der Geschichte, vor allem aber  mit dem Blick auf die gegenwärtige Situation der Menschen hier in Bruck und mit der Perspektive auf das Reich Gottes, die uns unser Herr Jesus Christus geschenkt hat. Zum Ausgang des Einweihungsfestes gab es zwei symbolische Aktionen:  Mit Luftballons ließen wir sozusagen die ganze Welt an unserer Freude und Hoffnung teilhaben. Inzwischen sind einige Karten zurückgekommen – aus Westmittelfranken, aus Thürigen, sogar aus Niedersachsen. Und jeder konnte ein Samentütchen mit Vergissmeinnicht-Samen mit nach Haus nehmen – als Zeichen für die Hoffnung und mit der Bitte, den Samen der jahrhundertelangen Glaubensgeschichte der Brucker weiter zu säen, zu gießen, zu ziehen und die Früchte einzubringen. Vergiss mein nicht – das gilt zuallererst für den Herrn, unseren Gott. Aber auch wir als Gemeinde bitten darum: Vergesst unser nicht – in euren Gebeten, mit euren Spenden, mit eurer Unterstützung z.B. bei Festen, wie sie jetzt zu Johanni und zur Kirchweih bevorstehen, und bei der Kirchenvorstandswahl und in der Zeit bis April 2019, bis die zweite halbe Pfarrstelle wieder besetzt wird.  

Zur Einweihung kamen von kirchlicher Seite Regionalbischof Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, die stellvertretenden Dekanin Karola Schürrle und die landeskirchliche Architektin Claudia Pöppel. Als Vertreter der Öffentlichkeit waren OB Dr. Florian Janik und die Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann vertreten, Die Gemeinde St. Peter und Paul als Bauherrin wurde vertreten durch Diakon Andreas Heger, Architektin Regine Bort und dem Kirchenvorstand. Sie alle füllten zusammen mit der interessierten Gemeinde das Gotteshaus, um mit musikalischer Untermalung von Kirchenchor und am Ende der Kindergartenkinder den Festakt im Gottesdienst zu begehen. Nach der symbolischen Schlüsselübergabe in Brezenform konnte das Haus erstmals wahrgenommen werden. Allenthalben vernahm man anerkennende Stimmen, die dem Haus attestierten, sich gut in das Ensemble einzupassen. Der Regionalbischof lobte die theologische Konzeption der Architektur, die Neues mit dem Alten verbindet und in einer Art Trichter die Menschen in Kirche und Gemeindehaus hineinzieht.Am Ende schickten bei wunderbarem Wetter die zahlreichen Besucher Luftballons mit dem Logo der Gemeinde auf die Reise. Etliche Rückmeldungen liegen schon vor; die weiteste aus 500 km Entfernung. Begleitet vom Platzkonzert des Posaunenchores begann so die „Reise in die Zukunft“ des neuen Hauses.

Hier finden Sie ein paar Fotos

Februar 2018

Dacharbeiten: Bevor eine Dämmschicht auf das Dach aufgebracht wurde, wurde Wasser, das auf dem Dach stand, von den Dachdeckern durch Absaugen und Abflammen abgetrocknet. Ein Teil des Daches, das eine andere Form der Dämmung erhält, wurde durch eine wasserdichte Barriere abgetrennt und es ist sichergestellt, dass kein weiteres Wasser eindringen kann. Die Arbeiten wurden von der Architektin abgenommen.

Dass die Gasse zwischen Kantorat und RV-Bank so lange durch die Kanalarbeiten blockiert war, liegt u.a. daran, dass durch aufgetretene nichtarchäologische Funde immer wieder neue Genehmigungen von Seiten der Baubehörde erforderlich wurden, was die Arbeiten deutlich verzögerte. Auch, dass die Gasse gepflastert und dann erneut aufgerissen werden musste, ist nicht böse Absicht oder Versehen, sondern der Tatsache geschuldet, dass die Stadtwerke für den Gas- und Wasseranschluss vor Ort waren, aber wegen der anderen, noch im Gang befindlichen Arbeiten nicht tätig werden konnten. Der Estrich aber konnte noch am Freitag vor Weihnachten eingebracht werden. Die Fenster und der Sonnenschutz sind nun in der dritten und vierten Januarwoche eingebaut worden.

November 2017

Die Arbeiten für die Anschlüsse Wasser, Gas und Telekommunikation und die Entwässerung sind durchgeführt. Begleitet wurde die Ausschachtung erneut durch Archäologen. Bericht der Archäologen siehe unten. Im Inneren sind die Putzarbeiten abgeschlossen. Metallbauer haben die Rahmen für die Fenster angebracht und die Maurer das Sichtmauerwerk aus länglichen Ziegeln, die in Farbtönen der korrespondierenden Sandsteinfassade der Kirche gebrannt sind. Jetzt laufen die Arbeiten für die Fußbodenheizung und die Lüftung; dann kann der Estrich aufgebracht werden.

 

Oktober 2017

  • Die für Abwasser und Gas notwendigen Grabungen wurden inzwischen im westlichen und nördlichen Kirchhof durchgeführt.
  • Anbei der Zwischenbericht des beauftragten Archäologie-Betriebes.
  • Mitte bis Ende Oktober sollen nun das Sichtmauerwerk erstellt und die Fenster eingebaut werden.
  • Der Innenputz ist aufgebracht.
  • Im Augenblick wird die künftige Pflasterung - idealerweise im südlichen wie im nördlichen Kirchhof - geplant und in Angriff genommen. Dazu wird noch die Genehmigung der örtlichen Denkmalbehörde eingeholt."
     

August 2017:

Nach der Grundsteinlegung am Pfingstsamstag wurde der Rohbau unseres neuen Gemeindehauses rasch erstellt. Am 30. Juni konnten wir mit einer kleinen Feier das Richtfest begehen, wobei diesmal nicht der Zimmerer, sondern die Architektin den Richtspruch tat. Schließlich haben wir keinen Dachstuhl, sondern ein betoniertes Flachdach. Nun sind die Ausmaße des Gebäudes deutlich erkennbar, ebenso die Lage zur Kirche. Ersichtlich ist, dass zwischen dem neuen Haus und der Kirche genügend Platz bleibt, ja sogar die westliche Friedhofsmauer noch zu sehen ist.

Als weitere Arbeiten folgen nun die Verglasung, die Installation, Ende September / Anfang Oktober voraussichtlich der Innenputz, die Trockenbau-Maßnahmen (Innenwände), im November der Estrich und, wenn ausgetrocknet, dann Anfang Februar das Legen des Parketts im Saal. Der Zugang zur Kirche über das Südportal hängt von den Wetterbedingungen für das Pflastern im Winter ab.

Der Bauausschuss hat für die Einweihung des neuen Gemeindehauses Sonntag, den 29. April 2018 vorgesehen. Der Landesbischof hat sein Kommen zugesagt. Zur Namensgebung für das Haus werden wir zu gegebener Zeit auch eine Initiative zur Beteiligung der Gemeinde starten.

 

8. Juni: Die Mauern entstehen
Derzeit werden die Mauern hochgezogen; der künftige Baukörper wird erkennbar. Von Seiten der Bäckerei Schneider werden Dachrinnen, Lüftungsöffnungen und Fenstergitter sowie das Kühlaggregat verlegt, damit gegen die Schneidersche Brandmauer die Südwand des neuen Gemeindehauses errichtet werden kann.

3. Juni: Feier der Grundsteinlegung

Etwa 40 Zuschauer hatten sich am Pfingstsamstag im westlichen Kirchhof versammelt, um der feierlichen Grundsteinlegung beizuwohnen. Nach einleitenden Worten und einer Lesung aus dem 1. Petrusbrief wurde die zylinderförmige Kupferkassette mit aktueller Tageszeitung, einem Münzsatz, den Gemeindebriefen, dem Bauplan und einer Urkunde samt Beilage bestückt, die über die Zeitläufte, aktuelle Personen des öffentlichen und kirchlichen Lebens sowie über die Baugeschichte und die am Bau beteiligten Gewerke Auskunft geben. Den symbolischen Akt der Grundsteinlegung vollzogen dann mit Segenssprüchen und Hammerschlägen OB Dr. Florian Janik, Landessynodalpräsidentin Dr. Annekatrin Preidel aus Eltersdorf, Architektin Regine Bort aus Nürnberg und für die Gemeinde Vertrauensmann Horst Steckert und Pfr. Heinz Bäßler. "Gott baut ein Haus, das lebt, aus lauter bunten Steinen" erklang es dann vielstimmig in Anlenung an 1. Petrus 2, 5ff, ehe die Feier mit einem Weißwurstfrühstück endete.

           

30. Mai
Inzwischen sind die Punktfundamente betoniert, die Abflussrohre angebracht und der Kies aufgeschüttet. Auf den Bildern erkennt man das Ausmaß des Baus sehr gut an der Schalung für den Kies. Am Freitag, 2. Juni wird voraussichtlich die Bodenplatte gegossen.
Am Samstag, 3. Juni wird um 11 Uhr feierlich der Grundstein gelegt. Nach dem feierlichen Akt sind die Besucher zum Weißwurstfrühstück geladen.
Der längerfristige Zeitplan sieht eine Fertigstellung des Rohbaus bis zum Sommer vor; die Fassade kann erst danach gestaltet werden. Die Architektin rechnet mit einer Fertigstellung und Einweihung des Baus um Ostern des kommenden Jahres.

    

 

 

 

 

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1. Mai

Nach dem Abschluss der archäologischen Grabung wurden die vollständigen Skelette der Anthropologischen Staatssammlung in München für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt; die ab Anfang Februar aufgefundenen Streuknochen sind ebenfalls dorthin gekommen. Die Baufirma hat inzwischen die Baustelle eingerichtet. Auf ihr wird dann nach der schon erfolgten Verfüllung der Tiefengründungen mit Beton und der noch ausstehenden Kanallegung unter die spätere Bodenplatte eine Kiesschicht aufgebracht. Auf ihr lagert dann die Bodenplatte.

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Beisetzung der auf dem Kirchhof geborgenen Gebeine am 8. April

Angekündigt durch eine Traueranzeige und durch Ansage bei der Informationsveranstaltung am 7. April fand tags darauf die Beisetzung der auf dem Kirchhof geborgenen Gebeine statt. Begleitet von einem kleinen Chor gab es zunächst eine Andacht in der Kirche, ehe denn der letzte Nesselsack voller aufgefundener Knochen symbolisch vom ehemaligen zum jetzigen Friedhof auf dem Sandberg getragen und dort zu den anderen im Grab befindlichen gelegt wurde. Neben den Verantwortlichen der Gemeinde und dem Chor war nur ein weiterer Brucker Bürger anwesend. Schade, dass trotz des Rufes nach Pietät im Umgang mit den vor 200 Jahren und länger auf dem Kirchhof Bestatteten nicht mehr Gemeindeglieder, Nachkommen und Bürger gekommen waren. Die zentrale Gedenkstätte ist mit einem Kreuz versehen und soll eine würdige Gestaltung erhalten.

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Der Kirchenvorstand lud am Freitag, den 7. April um 18:00 Uhr zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Kirche ein.

Bei der gutbesuchten Veranstaltung wurde das Projekt noch einmal im Detail vorgestellt und mit den Anwesenden diskutiert.

Claudia Pöppel vom landeskirchlichen Baureferat, Dekan Peter Huschke, Andreas Heger von der Gesamtkirchenverwaltung des Delkanates, Dr. Ruth Sandner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Regine Bort, die verantwortliche Architektin und Vertreter des Kirchenvorstands stellten das Projekt noch einmal im Detail vor, zusammen mit den finanziellen Rahmenbeingungen.
Die Moderation hatte Christian Düfel, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat

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Häufig gestellte Fragen und ihre Antworten

Was ist mit dem alten Gemeindehaus geschehen?
Der Abbruch des Gemeindehauses in der Boschstraße ist erfolgt; das Grundstück ist in die Hände des Käufers übergegangen. Die Käufer-Familie wird dort ein Einfamilienhaus errichten. Der Verkaufserlös ist zur Finanzierung des Gemeindehaus-Neubaus im Kirchhof vorgesehen.

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Der Neubau im Kirchhof hat kürzlich erneut für große öffentliche Aufregung gesorgt. Hier nun die Stellungnahme des Kirchenvorstands zu den geäußerten Fragen und Bedenken:

Wird auf dem Kirchhof etwas zerstört?

Antwort: Es wird nichts zerstört. Die Gebeine der dort begraben liegenden Individuen wurden geborgen; sie sind aber sorgsam gereinigt und bis zu einer Wiederbestattung, deren Termin noch offen ist, gelagert. Weitere an der Oberfläche liegende Skelettteile werden nicht zerstört, sondern eingesandet, mit einem Geo-Textil bedeckt und dann durch eine von Osten her in die Baugrube eingeschobene  Kiesschicht vor weiterer Zerstörung geschützt. Die alte, schon Ende des 19. Jahrhunderts abgetragene Kirchhofmauer wird in dem Bereich unter der Erde um ein kleines Stück schmäler gemacht. Dies wird aber denkmalgerecht dokumentiert werden. 

Warum wurde die Totenruhe überhaupt gestört?

Antwort: Wie im Bereich des Kantorat und der früheren öffentlichen Wage wurden immer wieder Teile  des aufgelassenen Friedhofs überbaut. Das gilt in einem sehr großen Ausmaß besonders für die neue Straßenführung durch den Ausbau der Fürther Straße, die der Anlass für Auflassung und Verlegung des Friedhofs war, ebenso auch für die Bushaltestelle. Die damals zu Tage getretenen Knochen hat übrigens Herr Tausch auf Anweisung des Pfarrers gesammelt und auf dem Kirchhof wieder bestattet. Von damals sind keine Widerstände gegen eine solche Nutzung  bekannt; auch danach wurde der Kirchhof fast 20 Jahren lang ohne Bedenken begangen und „bespielt“ (u.a. auch bei den Adventsmärkten im Kirchhof). Jetzt ist es das Bestreben der Kirchengemeinde, sich nach der nicht mehr möglichen Sanierung des Gemeindehauses in der Boschstraße neuen Raum für die Gemeindeentwicklung der Zukunft zu schaffen. Der Beschluss zur Konzentration um die Kirche wurde von der Landeskirche ausdrücklich befürwortet – und nur dafür auch finanzielle Unterstützung zugesagt. Wir denken, dass die gläubigen Vorfahren, die dort noch auf dem Kirchhof bestattet wurden, nichts gegen diese Nutzung des Geländes haben würden, könnten sie noch sprechen: Geht es doch darum, dass Gemeinde lebendig bleibt, auch wenn Menschen sterblich sind – und das wollten sie damals mit ihren Überlegungen sicher ebenso wie wir heute.

Warum wird nicht weiter geforscht?

Antwort: Das Landesamt für Denkmalpflege hat einer Grabung bis zur für den Bau erforderlichen Tiefe zugestimmt. Weitere Forschungen in tieferen Schichten, die sicher noch Interessantes zu Tage fördern könnten, wurden weder gefordert noch genehmigt. Im Übrigen ist – weil wir als Kirchengemeinde dort bauen wollen – der Auftraggeber für den Bau finanziell auch für die archäologischen Aktivitäten verantwortlich. Das bedeutet, dass die Kirchengemeinde bezahlen muss, abgesehen von den Zuschüssen der Landeskirche (üblicherweise ein Drittel) und der Förderung durch mögliche Zuschussgeber. Die Landesstiftung für Denkmalschutz sowie der Regierungsbezirk haben eine solche Bezuschussung jedoch bereits abgelehnt. Da selbst für die Mitarbeiter der Bodendenkmalpflege wie auch für die Archäologen die Fülle der Knochenfunde überraschend kam, haben sich die ursprünglich eingeplanten Ausgaben bereits um das Sechsfache auf inzwischen 120.000 € (geschätzt) erhöht.

Was kostet die Baumaßnahme denn nun insgesamt?

Antwort: Nach Beauftragung von ca. 75 % der erforderlichen Gewerke erwarten wir für die noch ausstehende Ausschreibung des Restes ebenfalls eine baukonjunkturbedingte Steigerung um 8 %. Mit den erhöhten Kosten für die archäologischen Arbeiten kämen wir dann wohl insgesamt – wenn nicht weitere unvorhersehbare Fakten kommen – auf ca. 1, 15 – 1,2 Mio €.

Was geschieht mit den gefundenen Gebeinen und anderen Funden?

Antwort: Nach der Freigabe durch das Landesamt für Denkmalpflege werden die Gebeine zeitnah in verrottbare Stoffsäckchen umgefüllt und dann beigesetzt. Da es sich um sehr viele Funde handelt, wird während der dazu geplanten öffentlichen Feier voraussichtlich nur ein Teil  bestattet werden können. Den Platz der Beisetzung soll eine Stele oder ein Steinmal schmücken, dem zu entnehmen ist, um was es sich handelt.

Was hat die Gesamtkirchenverwaltung mit dem Bau zu tun?

Antwort: Nach der Satzung der Gesamtkirchengemeinde (GKG), der auch die Brucker Kirchengemeinde angehört (und in den Entscheidungsgremien vertreten ist), ist die Gesamtkirchenverwaltung (GKV) bei allen Baumaßnahmen Bauherr. Bezahlen muss die Kirchengemeinde. Das bedeutet einerseits, dass die Kirchengemeinde ohne die Zustimmung der Gremien zum Finanzierungsplan und ohne die genehmigte Umsetzung der Kirchenvorstandsbeschlüsse durch das Kirchengemeindeamt  (KGA) nicht bauen kann. Andererseits werden Pfarrer und Kirchenvorstand wichtige Verwaltungsvorgänge und Verhandlungen mit Architekten, Ämtern, möglichen Zuschussgebern und Landeskirche abgenommen bzw. dabei unterstützt. Außerdem profitiert die Kirchengemeinde davon, dass das Bauvorhaben über die GKV finanziell abgewickelt (die GKV schießt vor, was nicht an Rücklagen eingebracht werden kann) und der von der Gemeinde geforderte Kostenbeitrag in der Regel erst nach Abschluss der Maßnahme abgerufen wird. In unserem Fall dürften Rücklagen und der Verkaufserlös für das Grundstück Boschstraße wohl bereits vorher zur Kostendeckung benötigt werden.

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 Fotos März 2017

          

     

 Fotos zu Beginn der Grabungen im Oktober 2016                                                                                                              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: privat

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Bautagebuch vom 18. Oktober 2016

Der erste Spatenstich ist getan! Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, Dekan Peter Huschke, Architektin Regine Bort, Vertrauensmann Horst Steckert und Pfr. Heinz Bäßler machten am gestrigen Montag den Anfang mit den Erdarbeiten. Mitglieder der Gesamtkirchengemeinde und ihrer Verwaltungseinrichtung, die die Bauherrenschaft innehat, Mitglieder des Kirchenvorstands und der Gemeinde sowie die später die Bergung der Gebeine leitende Archäologin Susanne Wolff, Gemeindeglieder und ökumenische "Zaungäste" durften den Dank der Stadt Erlangen für das Errichten neuer Räume sowie die geistliche Stärkung und Bitte um den Segen Gottes durch Bibelwort, Lied und Gebet erfahren. Danach wurde bei einem kleinen Imbiss angestoßen und gefeiert.

Übrigens: Die für den ersten Spatenstich benutzten nagelneuen, qualitativ hochwertigen Spaten kann man gegen eine Spende für sich und seinen Garten erwerben! Der erste Spaten konnte schon am Tag des Spatenstiches überreicht werden! Melden Sie sich im Pfarramt, Tel. 63105!

Neues aus dem Bauausschuss Neubau

Der Pflasterweg zum Kirchenportal aus Betonplatten, die zum Teil schon gebrochen sind, wird im Zug des Neubaus durch einen anderen Belag ersetzt. Die Bautafel wird u.a. ein großes Bild der künftigen Ansicht zeigen. Weitere Gewerke (Fliesen, Stahl-gerahmte Fenster) können beauftragt werden. Die manchen Sorgen machenden Risse im Kirchengebäude werden von einer Fachfirma mit entsprechenden Kontrollmarken versehen; an einigen Stellen werden genauere Untersuchungen angestellt. Damit soll sicher gestellt werden, dass das Kirchengebäude durch die Baumaßnahmen nicht zu Schaden kommen kann.                                                                                                                               

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Bautagebuch vom 13.10.2016

Der für 17. Oktober 2016 geplante Baubeginn muss wegen eines Engpasses bei der Baufirma verschoben werden. Dennoch findet – wie geplant – der erste Spatenstich an diesem Montag 17.10. um 16:30 Uhr statt. Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, Dekan Peter Huschke, Architektin Regine Bort, ein Vertreter der Baufirma sowie für die Kirchengemeinde Vertrauensmann Horst Steckert werden den ersten Aushub machen.

Zur weiteren Planung: Zunächst war die Rede davon, dass eine der Säulen der Baustellen-Einfahrt weichen müsste; dies wurde nach Ausmessung wieder revidiert. Ggf. wird die Krone vorsichtshalber gesichert werden.

Am Tag des Baubeginns und ggf. am darauffolgenden Tag wird die Fa. Fallert und Schmidt mit einem kleineren Bagger die oberste Bodenschicht solange abheben, bis Knochenfunde gemacht werden. Die Archäologin Sarah Wolff vom Archäologie-Service Franken Dr. Leif Steguweit.wird die Arbeiten begleiten.

Auch an der Süd-West-Ecke wird der Grund geöffnet, um nach den Abwasserleitungen zu suchen.                      

Ein Bauzaun am Südeingang und an der Nord-West-Ecke sichert den Bereich ab.

Besonderes Augenmerk legt die Archäologin am ersten Tag auf Gebeine und evtl. vorhandene Mauerreste. Am zweiten Tag werden vermutlich mehrere Mitarbeiter die Sicherung der Gebeine vornehmen. Dabei muss von Hand gearbeitet werden. Die Grabung wird mit der Methode der Photogrammetrie dokumentiert. Die gefundenen Gebeine werden in Beutel verpackt und durch das Achäologenteam sorgsam gelagert.

Von unseren Plänen einer Wiederbestattung wurden die Archäologen in Kenntnis gesetzt.

Die Bauarbeiten starten auf der Südseite der Kirche, so dass der Zugang zum Hauptportal ab 17. Oktober gesperrt ist. Der Zugang zum Bau geschieht über die Einfahrt im Südosten an der Bushaltestelle über den Gehweg; im Lauf der Arbeiten muss deshalb dann auch die Bushaltestelle vorübergehend verlegt werden. Der nördliche der beiden Sandsteinpfeiler wird vermutlich abgebrochen werden; der Zaun ebenfalls. Die Ausschachtungsarbeiten für die Bodenplatte des Gebäudes und die dafür nötigen Stützen werden ebenso wie die Kabelkanäle durch den Westen und Norden des Kirchhofs von Archäologen begleitet, da die zu erwartenden aufgefundenen Gebeine dokumentiert werden müssen, ehe sie sorgfältig aufbewahrt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder feierlich öffentlich beigesetzt werden. Dies soll auf dem Friedhof geschehen, der 1822/1824 auf dem Brucker Sandberg neu angelegt wurde, nachdem die Grabstellen auf dem Kirchhof aufgelassen wurden, als eine Verkehrswege-Veränderung im Bereich der heutigen Straßenkreuzung eine Auflösung des östlichen Kirchhofs mit sich brachte.

Der Bauzaun soll mit einer Darstellung des künftigen Anblicks gestaltet werden. Aus Pietät-Gründen wird er mit einer Plane verhüllt, die aber Schaulücken aufweisen soll, damit dem großen Interesse der Öffentlichkeit an der Baumaßnahme Rechnung getragen wird.

Die Baukosten liegen bei ca. 990.000 €, bedingt durch die lt. landeskirchlicher Architektin Komplexität "mit Grüften, Nachbarbebauung, Leitungswegen und der beengten Situation" und die derzeit für die Bauherren ungünstige Baukonjunktur. Davon übernimmt die Landeskirche mehr als ein Drittel; den Rest wird die Kirchengemeinde selbst aufbringen.