Unsere Diakonin Ute Kollewe

Diakonin Ute Kollewe
Diakonin Ute Kollewe

Mein Name ist Ute Kollewe, ich bin Diakonin und verantworte seit Kurzem den Arbeitsbereich „sozial-diakonische Arbeit“ in den ev.-luth. Kirchengemeinden Erlöserkirche am Anger und St. Peter und Paul in Bruck, in Erlangen.
Ich wurde gebeten, mich hier ein wenig vorzustellen und bekam dazu drei Fragen an die Hand und eine Jokerfrage für das, was mir wichtig ist und ich habe mich bemüht, ehrliche Antworten zu finden.


Nun also zu meiner Person – der Joker zuerst:

Aristoteles wird folgender Spruch nachgesagt:
„Wo deine Talente und die Bedürfnisse der Welt sich kreuzen, da liegt deine Berufung.“ Und wenn ich diesen Spruch im Verhältnis zu meiner Person reflektiere, dann habe ich vor vielen Jahren meine Berufung gefunden, als ich die Ausbildung zur Diakonin startete und dieses Gefühl hat sich bis heute nicht geändert. Ich liebe meinen Beruf und die Möglichkeiten, die sich mir bieten und die ich anderen bieten kann.
Immer wieder habe ich erfahren, dass Dinge, die man von Herzen tut, auch im Herzen anderer ankommen. Was gibt es Schöneres, als sich gegenseitig „gut zu tun“, ohne sich selber dabei zu verlieren.
Ich wurde gefragt, „Wer bist du Ute?“ … eine Frage, mit der ich mich lange auseinandergesetzt und mit der ich innerlich gekämpft habe, denn ich wollte Ihnen und mir einen langen Roman ersparen.
Mit jetzt 60 Jahren, vielen Irrungen und Wirrungen, Hochs und Tiefs und jeder Menge „solcher und gegenteiliger“ Erfahrungen ….. wie bringt man es nur auf den Punkt?
Vielleicht so: Ich fühle mich geliebt, gesegnet und beschenkt und deshalb bezeichne ich mich als einen „reichen Menschen“. Ich erkenne viel öfter das Glas Wasser vor mir als halbvoll, ein halbleeres Glas nehme ich als Lebensoption nicht an.

Bei der Frage „Was hast du bisher alles getan“ habe ich erst einmal Schnappatmung bekommen, denn das würde ein noch längerer Roman werden, wollte ich realistisch darauf einsteigen.
Ich schlage vor, wir nehmen uns die Zeit und versuchen, uns in Ruhe zu begegnen und uns kennenzulernen.

„Was soll sein“, war die letzte Frage. Über diese Frage nachzudenken fiel mir nicht schwer. Es wird sein, was gebraucht wird, was nötig und tatsächlich realistisch möglich ist.

Das bedeutet, ich sehe genau hin, finde heraus, was sich Menschen wünschen, was ihnen das Leben etwas erleichtern kann und was vor allem auf Augenhöhe, mit aller Wertschätzung und allem Respekt gegeben und angenommen werden kann, ohne sich als „minderwertig“ oder gar als „Bittsteller“ zu empfinden.
Dennoch hat auch alles seine Grenzen, denn ich habe auch gelernt „nein“ zu sagen. Denn für mich hat ein „nein“ die gleiche Gültigkeit wie ein „ja“, sofern es mit der gleichen zugewandten und wohlmeinenden Haltung und Achtung gegenüber der Person, der Sache oder einer Idee ausgesprochen wurde.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen und bleiben Sie gesegnet
Herzliche Grüße Ute Kollewe