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Corona-Hilfe

Landeskirche und Diakonie rufen auf zu Spenden für Menschen in Notlagen in der Corona-Krise. Jeder gespendete Euro wird von der bayerischen Landeskirche verdoppelt.

 

Sie spenden. Wir verdoppeln!

In Bayern geschieht bereits viel, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Aber die Maßnahmen führen auch dazu, dass Einrichtungen, auf die viele Menschen gerade jetzt angewiesen sind, geschlossen werden müssen: Tafeln, Mittagstische, offene Treffs, Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, Beratungsstellen oder die Bahnhofsmissionen mussten vorübergehend ausgesetzt werden.

Weitere Informationen auf den Seiten von Bayern-Evangelisch

Spendenkonto:

Diakonisches Werk Bayern
DE20 5206 0410 0005 2222 22
BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank
Stichwort: Soforthilfe Corona
Spendenkonto Mission EineWelt

Mission EineWelt
DE56 5206 0410 0101 0111 11
BIC: GENODEF1EK1 Evangelische Bank
Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160

Wort des Dekans (1. Sonntag nach Ostern)

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Kor 5, 17)

Liebe Schwestern und Brüder!
Herzlich willkommen in der ersten Woche mit Lockerungen der Schutzmaßnahmen angesichts des Coronavirus. Langsam werden wir also an das „normale“ Leben mit dem Coronavirus, mit Abstandhalten, Mundschutz und anderen Änderungen gewöhnt.
Hoffentlich nehmen wir da in die Veränderungen unseres Alltags viel von der österlichen Freude mit, die Sie mit Ihren Gottesdiensten, Briefen, Anrufen, Mails, Osterkerzen, Ostersteinen und auf vielerlei andere Weise verbreitet haben. Danke für all Ihre Weitergabe
des Osterevangeliums!
Danke auch allen, die unmittelbar in Pflege und ärztlichem Dienst über die Osterzeit für
Erkrankte und vor allem auch für Sterbende da waren – oder auch „nur“ für Einsame jeden
Alters!
Wir alle spüren – glaube ich, dass sich da einiges grundlegend geändert hat und wir noch
vieles lernen müssen, was wir jetzt noch gar nicht ahnen.
Wie viel ich da noch lernen und wie ich umdenken muss, ist mir in diesen Tagen deutlich
geworden auf einem meiner Spaziergänge durch den Regnitzgrund:
Ich ging wie gewohnt durch die Unterführung am Bahnhof zum Großparkplatz. Eine ältere
Dame sah zwei Bierflaschen am Ausgang der Unterführung am Wegrand stehen. Sie stieg
vom Fahrrad. Sie nahm die beiden Flaschen und wollte sie in den Abfalleimer dort legen.
Ich dachte mir: „Klasse, wie die Dame auch in diesen Zeiten hier für Sauberkeit sorgt.“ Ihr
Verhalten war für mich vorbildlich.
Da meldete sich der Mann von gegenüber, der da meist auf seinem Teppich sitzt und Radio
hört, zu Wort: „Sie können die Flaschen gern mitnehmen, wenn Sie das Pfand haben wollen.
Ich habe aber die extra für den Kollegen hingestellt, der hier täglich vorbeikommt. Der lebt
von dem Flaschenpfand.“
Die alte Dame stellt die Flaschen wieder auf den Boden und fuhr mit Ihrem Fahrrad weiter.
Ich habe kapiert, dass ich noch viel lernen muss, was in der Coronaviruszeit wirklich wichtig
ist und was nicht. Mein Horizont ist manchmal doch ziemlich eingeschränkt.
Ich wünsche uns, dass wir da noch viel lernen miteinander und voneinander, um wirklich
sinnvoll für andere in Zeiten des Coronavirus da zu sein.
Auf meinem weiteren Spaziergang musste ich an die Worte des Apostel Paulus denken, über
die ich mein erstes Referat in einem neutestamentlichen Hauptseminar geschrieben habe: „Ist
jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist
geworden.“ (2. Kor 5, 17)
Ich wünsche Ihnen und mir, dass Jesus auch diese Zeiten nutzt, um uns in seinem Sinn zu
neuen Kreaturen zu machen, Neues werden zu lassen und unseren Horizont füreinander zu
erweitern, wie mir da durch die ältere Dame auf dem Fahrrad und den Mann auf dem Teppich
mein Horizont erweitert wurde.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen
Ihr Dekan Peter Huschke

Wort zum Ostersonntag 2020

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ostern beginnt an einem Grab. Tiefe Verunsicherung, Ratlosigkeit, Schmerz über den erlittenen Verlust, Erinnerungen, begrabene Hoffnungen. Darüber helfen auch die Frühlingsblumen, das Grün und die Sonne nicht hinweg. Zigtausende haben in diesen Wochen diese Erfahrung machen müssen. Und viele konnten nicht einmal mehr Abschied nehmen. An unseren Gräbern beginnt Ostern. Ostern beginnt an unseren Gräbern.

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Ostern in Bruck 2020

Karfreitag, 10.04

11:45 bis 15:30 Uhr: Die Kirche ist offen für Andacht und Gebet.
Am Taufstein stehen Kerzen zum Anzünden bereit.
Um 15 Uhr, zur Sterbestunde, läutet die Glocke zum letzten Mal bis Ostern.


Ostersonntag, 12.04.:

5:30: Entzünden der Osterkerze am Ölberg vor der Kirche.
Es ergeht die herzliche Einladung an alle, sich im Lauf des Tages ihr Osterlicht dort zu holen. In kleinen Tüten werden Kerzen zu finden sein, eine kleine Osterandacht, eine süße Überraschung und ein kleine Bastelidee!
10:00 Uhr: Die Glocken läuten.  
10:15 Uhr: Bläser blasen vom Kirchengelände aus „Christ ist erstanden“. Alle, die irgendwie können, sind eingeladen, dies auch zu singen, zu spielen, zu brummen etc.!  
12:00: Großes Ostergeläut.
Die Kirche ist an diesem Ostersonntag offen von 10 Uhr bis 13 Uhr.  

Der Herr ist auferstanden – Halleluja!

Ostern ist nicht abgesagt

keine Osterübernachtung der Jugend –
kein gemeinsames Ostereierfärben –
keine gemeinsame Osternacht –
kein gemeinsames Osterfeuer –
kein gemeinsames Frühstück –

Aber die Osterbotschaft ist und bleibt lebendig;
ist und bleibt Zeichen und Wort der Hoffnung und Freude für unser Leben und die Welt.
Hilf mit unsere Osterfreude auch in diesem Jahr sichtbar werden zu lassen!

Schnappe dir bunte Kreide und schreibe am 11. und 12. April vor deine Tür, deine Kirche, deinen Lieblingsort, wohin du auch kommst, einen Ostersatz auf den Asphalt:

Der Herr ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!
Halleluja!
Frohe Ostern!

Andachtssplitter IV

Form follows function – Liebe weitergeben geht auch anders!

Vielleicht haben Sie auch schon einmal in der Kirche gesessen und sich die Bilder auf den Ovalen der ersten Empore betrachtet. Vielleicht sind Sie dann auch herumgegangen und haben sich die rückwärtigen Szenen aus der Bibel betrachtet, die unterhalb der Orgelempore angebracht sind. Dann waren Sie vielleicht gespannt, was auf den Ovalen der zweiten Empore wohl abgebildet sein mag – Fehlanzeige! Leer sind sie! Was sagt uns das? Raum für eigene Bilder, für eigene Erfahrungen mit Gott, Jesus, dem Heiligen Geist?

Aber wenigstens zählen könnte man ja mal, wie viele Ovale es sind, wie viel Platz für eigene Bilder da also wäre: Eins, zwei, drei…elf – oh, was ist denn mit dem zwölften passiert?! Ein Oval hat da offensichtlich nicht mehr hingepasst! Und herausgekommen ist ein längliches Stück der Blätter, die ansonsten die Ovale umranden. Aber weglassen wollten die Maler das „Bild“ mit der Nummer Zwölf offensichtlich auch nicht, obwohl das gut gegangen wäre, weil der Abstand zwischen Nummer Elf und Zehn nämlich auch schon geringer ist als bei den anderen. Aber nein, elf Ovale sollten es wohl nicht sein – zwölf Freunde sollt ihr sein! Dann also eine längliche Form dazu, denn: Form follows function, die Form folgt der Funktion, nicht umgekehrt!

An die zwölf Jünger lassen mich die zwölf Teile in dieser Karwoche besonders denken, die Jesus nachfolgten, auch wenn diese Nachfolge nicht unbedingt den verbreitetsten Formen jüdischer Glaubensart entsprochen hat. Jesus hat neue Formen gefunden, um die Menschen zu erreichen. Alles der guten Botschaft wegen, die er verbreiten wollte. Auch wir sind in diesen Tagen gezwungen, neue Formen zu finden, wie wir einander beistehen können, wie wir Kontakt halten können zu Familie und Freunden. Doch diese andere Formen bei Jesus und bei uns sollen nicht den Inhalt in Vergessenheit geraten lassen: Gott liebt uns Menschen, von dieser Liebe zehren wir, wenn wir sie weiter geben, auf welche Art auch immer. Denn: Form follows function!