Wort des Erlanger Dekans zum 2. Advent

Dekan Huschke spricht zum 2. Advent anhand des Adventsliedes „Macht hoch die Tür“, 2. Strophe über Jesus Christus, das Kind in der Krippe „voll von Tat“. Wie sehr ihn das besungene Vorbild von Jesus beeindruckt und die Taten zur Nachfolge animieren. Anders, als beim uns derzeit so sehr in Beschlag nehmenden Virus, möchte sich Dekan Huschke vom „voll von Tat“ anstecken lassen. Dekan Huschke: „So voll von Tat möchte ich gerne durch die Adventszeit gehen.“


Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt mit Freuden singt: derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott: Mein Heiland groß von Tat.

Diese zweite Strophe des uns vertrauten Adventsliedes führt Ihnen und mir nachdrücklich vor Augen, auf wen wir da im Advent warten, wessen Geburt wir da feiern wollen und wer da für uns in unseren Krippen liegt:

Er ist gerecht,
ein Helfer wert,
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt.

Für Gerechtigkeit in dieser Welt steht das Kind der Krippe. Er lebt vor, wie eine Welt ist, in der niemand zu kurz kommt und keiner ausgebeutet wird.
Den Einsatz als Helfer für alle, die Hilfe brauchen, lebt das Kind in der Krippe als Erwachsener vor. Sein Name Jesus hat schon den Wortstamm „Helfen“ in sich und sein Verhalten erst recht.
Sanftmütigkeit und Barmherzigkeit bestimmen dabei seinen Einsatz für Gerechtigkeit, mit der er allen Menschen Helfer sein will. Für Sanftmütigkeit und Barmherzigkeit wird er später ausgelacht und muss sogar mit dem Leben bezahlen.

Für Heiligkeit, für die höchstmögliche Nähe zu Gott steht das Kind in der Krippe. Deswegen sprechen und singen wir von ihm als dem Sohn Gottes.
Und das Kind in der Krippe eröffnet uns eine Zukunft, in der er all unsre Not zum End bringt.

Das hat er uns vorgelebt,
indem er schuldig Gewordenen Schuld vergeben hat,
Kranke geheilt hat,
Zweifelnde und Unsichere mit Gottes Liebe angesteckt hat,
Tote ins Leben zurückgerufen hat,
Ungerechtigkeit beim Namen benannt und sich für Benachteiligte eingesetzt hat und
seine Mitmenschen der dauerhaften Liebe Gottes versichert hat.
Auf dieses Kind der Krippe, auf Jesus Christus voll von Tat warten wir.
Anders als beim uns derzeit so sehr in Beschlag nehmenden Virus möchte ich mich da vom „voll von Tat“ anstecken lassen. So voll von Tat möchte ich gerne durch die Adventszeit gehen.

Ich bin ganz sicher nie so voll von Tat wie das Kind in der Krippe. Ich bin doch nicht Jesus, wie wir oft so leichtfertig dahin sagen …
… aber einiges fällt mir bei diesem als voll von Tat besungenen Jesus für meinen Alltag und mein Leben ebenfalls ein:

Bei manchem davon ist es dringend notwendig, dass ich es tue. Anderes wird mir sicher sogar Spaß machen. Mir fällt bei diesen Stichworten einiges ein, was mich voll von Tat leben lassen könnte, wenn ich höre oder singe, was da mit dem Kind in der Krippe verbunden ist:

Gerechtigkeit
Helfer sein
Sanftmütigkeit
Barmherzigkeit
Heiligkeit
Gott zutrauen, dass er all unsere Not zum Ende bringt, und so voll von Tat sein

Wenn ich auf das Kind der Krippe, Jesus Christus, den Heiland voll von Tat warte, müsste ich im Advent zumindest ein wenig voll von Tat meine Zeit in diesem Sinn gestalten können.

Das wünscht sich und Ihnen

Ihr Dekan Peter Huschke

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