Wort des Erlanger Dekans zum 4. Advent

 Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; eu’r Herz zum Tempel zubereit‘. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad. (EG 1,4)


Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; eu’r Herz zum Tempel zubereit‘. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad.
(EG 1,4)

Was mit den Zweiglein der Gottseligkeit gemeint sein könnte, wird hier im Kreuz+Quer anschaulich mit der Geschenke-Baum-Aktion der Katholischen und der Evangelischen Hochschulgemeinde. 
Da werden Menschen beschenkt, die hier in Erlangen wirklich etwas brauchen. Diese Zweiglein der Gottseligkeit werden in enger Zusammenarbeit mit Caritas, Diakonie, Frauenhaus und Obdachlosen- und Flüchtlingshilfe hier in Landkreis und Stadt aufgesteckt. Vergleichbare Aktionen gibt es in der Region und überregional noch viele – gerade auch in Zeiten von Covid 19. Diese von ganz unterschiedlichen Menschen und Organisationen getragenen Aktionen sind vielfältig und sammeln mit großem Erfolg für andere. Danke Ihnen allen, die Sie mit Ihrer Zeit und Ihrem Geld das ermöglichen!

Die Worte aus unserem Adventslied passen also auch im Jahr 2020: 
Wie Gott für uns voll Rat, voll Tat, voll Gnad da ist und so ein Leben uns durch das Kind in der Krippe vorgelebt hat, so traut Gott uns das zu, dass wir füreinander voll Rat, voll Tat, voll Gnad da sind.
Wie wichtig wir Menschen da für Gott sind, wird in dieser Strophe des uns vertrauten Adventsliedes mit einem beeindruckenden Bild ausgedrückt: Unsere Herzen können durch Rat, Tat und Gnad zu Tempeln Gottes zubereitet werden.

Das heißt dann für mich auch ganz konkret: Für alles, was in diesem Jahr vielleicht anders läuft und wo wie unsere Gewohnheiten umstellen müssen, schenkt Gott uns mit unseren Begabungen die Möglichkeit, dass wir das auch mit unserem Rat, mit unserer Tat und dank unserm gnädigen Umgang mit andern hinbekommen. Wir nämlich sind mit unserm Tun und – mindestens so wichtig – mit unserm Lassen in unsern Herzen Gottes Tempel.

So können wir für andere mit Andacht, Lust und Freud da sein. Und andere können mit Andacht, Lust und Freud für uns da sein. Advent kann dann immer wieder auch richtig schön sein und werden – dank unserer Zweiglein der Gottseligkeit und dank unseres Gottes, der voll Rat, voll Tat, voll Gnad für uns da ist.
Das wünscht Ihnen und sich für den adventlichen Endspurt.
Ihr Dekan Peter Huschke 

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